Touch of Evil

(Im Zeichen des Bösen)

Orson Welles, 1958 (IMDb)


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Der Regisseur


siehe Citizen Kane

Hintergrund


  • Einer der letzten Filme der klassischen Ära des Film noir (frühe 1940er bis späte 1950er Jahre)
  • Unterwanderung des produzierenden Studios Universal durch Welles, um daraus einen eigenen ganz persönlichen Film zu machen
  • Charlton Heston spielt ungewöhnlicherweise einen Mexikaner
  • Für ein breites Publikum damals zu sperrige Art der Erzählung, der Schnitte
  • Film lief in Europa erfolgreicher als in den USA
  • Welles letzter in Hollywood produzierter Film

Ursprünglich sollte Welles im Film nur als Schauspieler auftreten. Heston dachte aber als er für seine Rolle zusagte, Welles würde Regie führen. Das Studio entschied dann, Welles auch die Regie und das Drehbuch übernehmen zu lassen. Welles schrieb sich daraufhin die Rolle des zwielichtigen Polizeiinspektors auf den Leib und gab ihr im Film deutlich mehr Gewicht.

Die Originalfassung des Films wurde vom Studio (Universal) stark gekürzt und umgeschnitten, sehr zum Unmut Welles, der diesen in einem 58-seitigen Memorandum zum Ausdruck brachte, anhand dessen erst 1998 eine neue, dem Original nähere Fassung des Films entstand.

Stil


Die Eröffnungseinstellung von Touch of Evil ist eine der berühmtesten Plansequenzen der Filmgeschichte:
  • Lange Kranfahrt
  • Synchronisierung zweier unterschiedlicher Geschwindigkeiten (Hauptdarsteller zu Fuß, fahrendes Auto) durch verschiedene Stopper für das Auto, z.B. Fußgängerüberweg, Tiere auf der Fahrbahn
  • Chaotischer, labyrintischer Ton unterstreicht Eindruck von belebten Straßen und Gassen

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