The Red Badge of Courage

(Die rote Tapferkeitsmedaille)

John Huston, 1951 (IMDb)




Der Regisseur


  • Einer der stilbildensten Filmemacher des amerikanischen Kinos
  • Gilt als exemplarischer Regisseur des Film noir
  • Bekannte/wichtige Werke: The Maltese Falcon (1941), Key Largo (1948), The Treasure of the Sierra Madre (1948), The African Queen (1951), alle mit Humphrey Bogart in der Hauptrolle, sowie The Asphalt Jungle (1950) und Wise Blood (1979)
  • War ein oft autoritärer Regisseur
  • War auch als Schauspieler tätig
  • Diente im Zweiten Weltkrieg als Leutnant
  • Drehte eine Reihe von Kriegsdokumentarfilmen für die U.S.-Regierung, darunter Report From the Aleutians (1943), San Pietro (1945) und Let There Be Light (1946)
  • War ein überzeugter Kriegsgegner und zeigte in den Dokumentarfilmen die Grausamkeit des Krieges und seine Nachwirkungen realistischer, als es seinem Auftraggeber lieb war
  • War typischer Auftragsarbeiter: hat versucht, seine eigene Handschrift zu bewahren, hat sich aber später vollkommen in das System mit seinen industriellen und ideologischen Zwängen eingepasst

Hintergrund


  • Buchvorlage von Stephen Crane ist Klassiker der amerikanischen Literatur
  • Titel bezieht sich auf Blut als Abzeichen des Mutes (Metapher)
  • Huston machte einen höchst persönlichen Film über den Wahnsinn des Krieges
  • Inszenierung als Antikriegsfilm mit erschütternden Kriegsszenen gefiel dem produzierenden Studio MGM nicht, das den Film daher nachträglich massiv kürzte und einen Off-Kommentar zur Entschärfung hinzufügte
  • Hauptdarsteller Audie Murphy war der mit militärischen Auszeichnungen höchstdekorierte U.S.-Soldat des Zweiten Weltkriegs und damit ein amerikanischer Nationalheld
  • Besetzung und Inszenierung war gegen das vorherrschende Nationalgefühl und die damalige Haltung dass Krieg etwas Gutes wäre gerichtet; der Film floppte an den Kinokassen

Handlung


Der Film behandelt die Erfahrungen eines jungen Soldaten im amerikanischen Sezessionskrieg (1861-1865). Dabei schwankt dieser ständig zwischen dem Willen zu kämpfen und Zweifeln am eigenen Mut. Angesichts des Horros der ersten blutigen Konfrontation mit dem Feind flüchtet der Soldat, kehrt aber später von Schuldgefühlen geplagt wieder zu seiner Einheit zurück und bewährt sich dort, nachdem er seine Angst überwunden hat, in der nachfolgenden Schlacht.

Stil


  • Hoher Grad an Realismus in der Darstellung des Krieges und seinen Auswirkungen auf die Beteiligten
  • Dokumentarischer Stil

Huston-Dreier:
  • Drei Figuren mit komplexen Blickrichtungen im Bild
  • Wirkung wie zufällig, aber tatsächlich genau arrangiert/positioniert