(The Battle of) San Pietro

(Die Schlacht um San Pietro)

John Huston, 1945 (IMDb)




Der Regisseur


siehe The Red Badge of Courage

Hintergrund


  • Teil einer Reihe von Kriegsdokumentarfilmen für die U.S.-Regierung, darunter Report From the Aleutians (1943) und Let There Be Light (1946)
  • Huston war einer von mehreren Hollywood-Regisseuren (darunter Frank Capra und John Ford), die während des Zweiten Weltkriegs von der U.S.-Regierung den Auftrag erhielten, Kriegsdokumentationen zu drehen
  • Huston war ein überzeugter Kriegsgegner und zeigte in seinen Kriegsdokumentarfilmen die Grausamkeit des Krieges und seine Nachwirkungen realistischer, als es seinem Auftraggeber lieb war
  • San Pietro gilt als eine der authentischsten Kriegsdokumentationen aller Zeiten

Handlung


Der Film zeigt den Kampf der US-Army gegen die deutschen Streitkräfte in der Umgebung der italienischen Gemeinde San Pietro während des Zweiten Weltkriegs. Der Regisseur kommentiert das Geschehen aus dem Off.

Zu Beginn werden die geographischen Gegebenheiten und die Lage des Kriegsschauplatzes betrachtet. Anhand von Karten stellt der Film die Planung und den Verlauf der Schlacht dar. Mit wackeliger Handkamera dokumentiert Huston die Angriffe der amerikanischen GIs auf die deutschen Stellungen. Immer wieder sind sterbende, gefallene oder verwundete Soldaten zu sehen. Auch deutsche Kriegsgefangene werden gezeigt.

Nach mehreren Tagen haben die Amerikaner die Schlacht für sich entschieden. Die Toten werden in Leichensäcke und Bettlaken gepackt und in provisorischen Gräbern beigesetzt. Huston zeigt in Großaufnahmen die Gesichter mehrerer Soldaten und fügt hinzu, dass viele von ihnen inzwischen gefallen sind oder tot sein werden, bis der Krieg zu Ende ist.

Auch auf das Leid der italienischen Zivilbevölkerung geht der Film ausführlich ein. Der Ort San Pietro wurde während der Schlacht fast vollständig zerstört, die Bewohner versteckten sich in den Ruinen ihrer Häuser. Manche wurden in den Trümmern verschüttet.

(Quelle: Artikel der deutschen Wikipedia)

Stil


  • Authentische, realistische Darstellung des Krieges und seiner Auswirkungen auf die beteiligten Personen und Orte
  • Im Gegensatz zu seinem Regiekollegen John Ford vermied es Huston, durch entsprechende Musik und einen reißerischen Off-Kommentar den amerikanischen Hurra-Patriotismus zu unterstützen. (Bei Ford werden z.B. auch keine Opfer des Krieges gezeigt, so dass der Krieg als "saubere Sache" ohne Personenschäden daherkommt, z.B. in The Battle of Midway (1942).)
  • Wegen des Kriegsgeschehens war es nicht möglich, Ton aufzunehmen, da die Aufnahmegeräte damals noch zu groß und unhandlich waren

Links


Der komplette Film kann auf der Seite des Internet Archive in verschiedenen Auflösungen angesehen und auch heruntergeladen werden.