Potomok Chingis-Khana

(Sturm über Asien)

Wsewolod Pudowkin, 1928 (IMDb)




Der Regisseur


  • Geboren 1893 in Pensa, Russland, gestorben 1953 in Riga
  • Sowjetischer Regisseur, Drehbuchautor Montagetheoretiker und Schauspieler
  • Hat in Moskau Chemie studiert
  • Hat Handbücher für die Praxis geschrieben, wie "Kochbücher", und auch kleinere Fachartikel zu Filmtechnik, Schauspiel, Montage; wichtigstes Werk: Über die Filmtechnik, 1929
  • Hat auch über den Tonfilm reflektiert; radikale Antwort auf Tonfilm: Tonschnitt wie Bildschnitt, harte Schnitte
  • Hat ganz anderes Verhältnis zu Schauspielern als Sergei Eisenstein: war selbst Schauspieler, ist selbst immer wieder in Filmen aufgetreten; spielte z.B. in Eisensteins Ivan Grozny (1944) den Nikola

Hintergrund



Das Ende von St. Petersburg (1927):
  • Hochinteressante Variante der Parallelmontage als Modell
  • Nicht auf Spannung abzielend, auch keine Metapher, sondern politische Aussage
  • Szenenbeispiel "Börse und Krieg": Parallelmontage von Börsengewinnern und sterbenden Soldaten verdeutlicht Zusammenhang zwischen Börse und Krieg
  • Bildmetaphern: durch Kartierung des Bildes z.B. Köpfe abgeschnitten, so dass nur Körper zu sehen sind; das "Kochen der Arbeiter vor Wut" mit Nebel und Maschinen
  • Stadtimpressionen: inspiriert von der russischen Fotographie wählte Pudowkin ungewöhnliche Bildausschnitte

Der Deserteur (1933):
  • Erster Tonfilm Pudowkins
  • Außerordentlich modern klingender Tonschnitt
  • Stille und Ton: wenn niemand spricht herrscht Stille
  • Ton/Bild-Experiment: zum Teil Einzelbildschnitte/dokumentarisch/rhythmisch
  • Der Polizist als Dirigent: er lenkt die Autos im Rhythmus der Musik, unterbrochen durch harte Schnitte; Ironie
  • Eine Vision: Unschärfen; hell/dunkel; eine Frau singt ein Kampflied und durch die Auflösung wird klar, dass es sich um die Nachbarin handelt

Handlung


In 1918 a young and simple Mongol herdsman and trapper is cheated out of a valuable fox fur by a European capitalist fur trader. Ostracized from the trading post, he escapes to the hills after brawling with the trader who cheated him. In 1920 he becomes a Soviet partisan, and helps the partisans fight for the Soviets against the occupying British army. However he is captured by the British when they try to requisition cattle from the herdsmen at the same time as the commandant meets with a reincarnated Grand Lama. After the trapper is shot, the army discovers an amulet that suggests he is a direct descendant of Genghis Khan. They find him still alive, so the army restores his health and plans to use him as the head of a puppet regime. The trapper is thus thrust into prominence as he is placed in charge of the puppet government. By the end, however, the "puppet" turns against his masters in an outburst of fury.
(Quelle: Wikipedia)

Stil


  • Sowjetunion von der "kapitalistischen Großmacht" Großbritannien bedroht, die aus der Mongolei heraus operiert
  • Hauptfigur entwickelt im Laufe der Handlung revolutionäres Bewusstsein

Dokumentarische Anteile:
  • Buddhistische Zeremonie wird im Detail gezeigt
  • Handlung steht still
  • Fast wie ein ethnografischer Dokumentarfilm

Landschaft und Handlung:
  • Einsatz von Elementen des Westerngenres

Finale:
  • Metapher: die Revolution wurde mit einem Sturm gleichgesetzt