Foreign Correspondent

(Der Auslandskorrespondent)

Alfred Hitchcock, 1940 (IMDb)




Der Regisseur


  • Wollte immer mit seinen Filmen das Publikum unterhalten
  • War in England bereits sehr erfolgreich, bevor er bei Kriegsbeginn in die USA übersiedelte
  • War beim Umgang mit Produktionsgesellschaften deutlich feinfühliger als z.B. Orson Welles: Hitchcock hat verstanden, dass ein großes Publikum sehr wichtig war für die Studios und eine weitere erfolgreiche Zusammenarbeit, wollte aber nicht auf filmische Raffinessen verzichten, daher auch verschiedene Schichten des Inhaltes in seinen Filmen (siehe auch unten)
  • Wollte in seinen Filmen immer seinen Star töten, als Überraschung und Provokation für das Publikum (vgl. Psycho)

Hintergrund


  • Zweiter Film Hitchcocks in den USA
  • Hitchcock wollte mit Foreign Correspondent in den USA ein Portfolio seines Könnens abliefern
  • Dafür Auseinandersetzung mit Filmgeschichte und zeitgenössischer Filmkunst (z.B. Frank Capra)
  • Thematisierung des Krieges
  • Unmittelbar politische Aussage in der Schlussansprache
  • Hollywood wollte eigentlich politisch neutral bleiben, um die Publika in Europa und Lateinamerika zu halten

Verschiedene Schichten des Inhaltes im Film:
  • Oberflächlich spannende Unterhaltung für die breite Masse des Publikums, leicht verdaulich, zeitgenössisch
  • Kritischer Appell an die USA in den Krieg in Europa einzusteigen
  • Filmzitate, Insidergags nur Eingeweihten verständlich
  • Persönliche Ebene durch autobiographische Szenen, z.B.Abschied von der Mutter, Heiratsantrag auf Schiffsüberfahrt

Handlung


Der amerikanische Journalist John Jones wird nach Europa geschickt, um Informationen zum drohenden Zweiten Weltkrieg herauszufinden. Er wird Zeuge eines Attentats auf den holländischen Politiker Van Meer, der eine Geheimklausel des Bündnisvertrages kennt, der den Krieg vor seinem Ausbruch stoppen könnte. Jones findet mit der Hilfe von Carol Fisher und Scott ffolliott heraus, dass das Attentat nur vorgetäuscht war und Van Meer in Wirklichkeit entführt worden ist. Im weiteren Verlauf des Filmes entpuppt sich Carols Vater Stephen Fisher, der Vorsitzender einer pazifistischen Organisation ist, als Drahtzieher hinter der Entführung. Während der Flucht der Akteure mit einem Flugzeug nach Amerika beichtet Fisher seiner Tochter zum ersten Mal seinen Hintergrund. Das Flugzeug wird aber angeschossen und stürzt ins Meer, Fisher opfert sein Leben für die Schiffbrüchigen. John Jones hat seine "Story" für die Zeitung und hält zum Schluss des Filmes noch eine flammende Rede für die Einbeziehung Amerikas in den drohenden Krieg.
(Quelle: Wikipedia)

Stil


  • Vom Stil her ein europäischer Film, aber mit dem perfekten Equipment der amerikanischen Filmindustrie gemacht

Der Film enthält einige technisch verblüffende Szenen ("Technikum"):
  • Kamerafahrt durch das Fenster eines Flugzeugs ohne sichtbaren Schnitt
  • Flugzeugabsturz ins Meer: Blick aus Cockpit, Rückprojektion des Ozeans auf Papierleinwand, wird bei Aufprall durch Wasser zerrissen

Links