Forbrydelsens element

(Element of Crime)

Lars von Trier, 1984 (IMDb)




Der Regisseur


  • Bedeutender dänischer Filmemacher der Gegenwart
  • Großer Einfluss von Jean-Luc Godard, Andrei Tarkowski
  • Schöpft aus der Filmgeschichte und schafft daraus etwas Neues
  • Kann enorm viel (zu viel?), hat Wunsch, nicht so gut zu sein
  • Mutwilliger Dilettantismus (vgl. Pablo Picasso), Befreiung von Vollkommenheit
  • Großer visueller Reichtum
  • Liebt die Provokation, z.B. zeigt er in einen Faschisten, der wie Jesus in den Himmel fährt, inklusive Heiligenschein durch die Sonne
  • Will, dass das breite Publikum die Spielregeln des Films erkennt (z.B. Handkamera als stilistisches Mittel)
  • Großer Bewunderer des Stummfilms, insbesondere Carl Theodor Dreyer
  • Vielleicht schönster Film von Triers: Medea (1988)
  • Neuanfang für von Trier: Riget (1994)
  • War Mitbegründer der Dogma 95-Bewegung
  • Großer internationaler Durchbruch mit Breaking the Waves (1996) (siehe auch unten)
  • Von Trier ist guter Verkäufer seiner selbst und seiner Filme (vgl. Alfred Hitchcock)

Von Triers Schnitt:
  • Inspiriert durch Godard
  • Nicht-Anschluss-Schnitt
  • Hat sich ein bestimmtes Schnittprinzip mit verschiedenen optischen Lösungen zu eigen gemacht
  • Schnitte, die aus konventionellen Filmen meist herausgehalten werden

Von Triers Schnitttypen:
  • 1) Schnitt durch Bewegungen von dritten Personen, die im Bild auftauchen
  • 2) Sprünge in der Zeit, zwischen Dialogsätzen, aber keine Sprünge in der Tonspur
  • 3) Jump Cuts auf der gleichen Person, Bild verspringt, verschiedene Takes, kontinuierliche Tonspur
  • 4) ähnlich wie 3)
  • 5) Sprünge während eines Selbstgesprächs

Breaking the Waves (1996):
  • Schauspieler agieren unabhängig von Kameramann, Kameramann wird in jedem Take von Handlungen der Schauspieler überrascht, weiß nicht genau was geschieht
  • Einteilung in Kapitel, Kapitelüberschriften durch Zwischenszenen
  • Kombination von ästhetischem Understatement und technischem "Overstatement"

Hintergrund



Handlung


The Element of Crime is set in a dystopian, crumbling Europe undergoing social decay. A British detective named Fisher has become an expatriate living in Cairo. Fisher undergoes hypnosis in order to recall his last case, in which he pursued an elusive killer called the "Lotto Murderer", who brutally savaged young girls selling lottery tickets. Fisher had attempted to track down the killer using the controversial methods outlined in a book entitled "The Element of Crime", written by his disgraced mentor, Osborne. Fisher is joined in his search by a prostitute named Kim. Fisher's search is based on tailing reports written by Osborne when he was trying to track down a murderer who killed in the same way as the "Lotto Murderer". However, the Osborne method requires the detective to try to identify with the mind of the killer. This Fisher does, but in so doing begins to behave like a serial killer himself.

(Quelle: Artikel der englischen Wikipedia)

Stil


  • Kamerafahrten mit Blick auf Boden sind Hommage an Tarkowskis Stalker (1979)
  • Virage-Effekte als Referenz zu Stummfilmen
  • Wasser ist allgegenwärtig
  • Beleuchtung fast ausschließlich durch Natriumdampflampen erzeugt einen Sepia-artigen Farbeffekt mit sehr intensiven Gelbtönen
  • Gelegentlich blaue oder grüne Farbtupfer z.B. durch im Bild sichtbare Leuchtstoffröhren
  • Traumartige Atmosphäre, surreale Bilder

Links