Asphalt

Joe May, 1929 (IMDb)




Der Regisseur


  • War österreichischer Filmregisseur und Produzent
  • Geboren 1880 in Wien als Julius Otto Mandl, gestorben 1954 in Hollywood
  • Gehört zu den Pionieren des deutschen Films
  • Hat seinen Künstlernamen vom Namen seiner Frau übernommen
  • Gründete 1914 seine eigene Produktionsfirma: May-Film
  • Begann seine Filmkarriere mit der Herstellung von Detektivserien
  • Brachte ab 1917 Fritz Lang und Thea von Harbou ins Filmgeschäft, die für seinen Monumentalfilmzweiteiler Das indische Grabmal (1921) das Drehbuch schrieben
  • Emigrierte bei Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 nach London
  • Ging später nach Hollywood, wo er nur sehr schwer Fuß fassen konnte
  • Starb am Ende verarmt, aber nicht einsam

Hintergrund


  • Einer der letzten in Deutschland gedrehten Stummfilme
  • Eigentlich nur ein kleines Melodram mit belangloser Geschichte: Polizist verliebt sich in Kleinkriminelle

Rear Window (Alfred Hitchcock, 1954):
  • Kamerafahrt aus Asphalt beeinflusste Hitchcock
  • Charakterisierung einer Figur mit Schwenk über Requisite, Ausstattung, Interieur

Handlung


Asphalt is set in Berlin. A well-dressed woman (Betty Amann) steals a precious stone from a jewellery shop. She tries to seduce the policeman (Gustav Fröhlich) who catches her, and he gradually succumbs to her charms.
(Quelle: IMDb)

Stil


  • Enormer Aufwand: Straßenzüge in Studio nachgebaut, Häuser bis zum zweiten Stock, asphaltierte Straßenkreuzung
  • Insbesondere Anfangssequenz sehr aufwändig
  • Straßenasphalt als zentrales visuelles Motiv
  • Sehr schöne Kameraarbeit und Schnitt

Introduktion:
  • Dokumentarfilmartige Einführung in die Herstellung von Straßenasphalt

Ein Schwenk erzählt:

Subjektivierung und Identifizierung:
  • Subjektiven aus Sicht des Polizisten und der Gaunerin

Blickachsen über Schnitt hinweg:
  • Achsensprungverbot eingesetzt mit Leuten, die gar nicht im gleichen Raum sind