18 The Crowd (King Vidor, 1928)

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King Vidor (1894 - 1982):

seiner Zeit relativ erfolglos.
war sehr eigenwillig und machte nach "The Crowd" auch filme ohne finanzielle Unterstüzung



„The Crowd“:
  • keine Melodramatik, eher nüchtern und sarkastisch
  • Konflikte werden nicht geschürt, da es eher um das Bewusstsein, den „normalen“ Zustand der Menschen geht.
  • "der Mensch der Masse", kaum Close-Ups,
  • Kamerfahrt entlang einer Hausfassade: vgl. "The Appartment"(Billy Wilder,1960) -> schlechter umgesetzt (??)
  • "werbe Heirat", echte Gefühle werden mit Slapstick artigem Humor vermischt -> Tragik Komödie
  • "Niagara Falls": Hochzeitsreise, typisch amerikanisches Klischee; die Wasserfälle sind zugleich Metapher für sexuelle Begierde
  • die fast dokumentarische Schilderung des Alltags ist frei von jeglicher Dramatik. es wird eine zu der zeit sehr moderne Wohnung gezeigt (Klappbett, Wandschrank, etc.)
  • Der Tod des Vaters des Protagonisten (am Anfang des Films als Rückblende), steht optisch stark im Einfluss des dt. Expressionissmus, mit einem plötzlichen Wechsel von Komik zur Dramatik. Der eigentliche Tod des Vaters wird nur angedeutet.
  • Komik wird zur Steigerung der Dramatik verwendet.
  • Komische Passagen und tragische Passagen werden bewusst sehr ähnlich visualisiert -> erst sitzt die Mutter lachend und wippend auf dem Schaukelstuhl um dann ein paar Minuten später voller Verzweiflung wieder wippend auf dem Stuhl sitzt.
  • Ihre Verzweiflung wird lange gezeigt, ohne dabei lächerlich zu wirken (-> schauspielerische Leistung).
  • Gedanken werden visualisiert, die Erinnerung an die tote Tochter durch Doppelbelichtung.


Weitere Filme:
„Hallelujah“ (1929)
  • „An all black cast“ in Kinos nur für schwarzes Publikum, zeigt die radikale Umsetzung seiner Ideen
  • „großes“ Spielen ist erlaubt

„Our daily Bread“ (1934)
  • vgl. Grapes of Wrath (John Steinbeck), eigenfinanziert!
  • Individualisierung der Masse
  • Dramatik der täglichen Arbeit, 10 min lange Sequenz über einen Kanalbau

„The Fountainhead“