18_Die Büchse der Pandora (G.W. Papst, 1929)


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31.03.06:
Dreyer war ein sanfter Mensch, dennoch ging er beim Film keine Kompromisse ein. Bis zu 40 Takes verlangte er pro Szene.
Neu im Kino: das Zuschauen von Denkvorgängen. Jeanne d’Arc ist einer der Filme, der dabei am weitesten geht.
„Die Büchse der Pandora“ (G. W. Papst, 1929):
nüchterner Blick, „neue Sachlichkeit“. Beobachtungsblick, Licht nicht mehr extrem kontrastreich, Kamera nicht mehr extreme Einstellungen.
Tabubuch: Sympathien liegen bei der Hauptperson (Prostituierte)
Papst war auf dem Set auch immer sehr ruhig. Er war Techniker und hatte enormes Wissen.
Er war der einzige (erfolgreiche?) deutsche Regisseur, der während der Nazizeit nicht ins Exil ging. Blieb aber dennoch weitgehend unpolitisch.
Louise Brooks war Tänzerin in NewYork. Hatte vorher nur in wenigen Stummfilmen kleinere Rollen gespielt.
Brooks war von der Freizügigkeit her an der Grenze zur Zensur.
Jack the Ripper – Papst hatte ihn so ausgesucht, dass Brooks ihn auch privat attraktiv fand – so musste sie es nicht spielen.
Lowkey – (hartes Licht, dunkle Schatten) -> Ursprung im deutschen Expressionismus. Gekopppelt mit glasklarer Schärfe.
Papst setzte LowKey jedoch ungewöhnlich ein – kombiniert mit schmalem Schärfebereich, weiche, fließende Konturen.
Kühlerer, geometrischer Stil, große Fenster
Papst arbetiet sehr stark mit Rückansichten. Starke Unschärfen

http://de.wikipedia.org/wiki/Die_B%C3%BCchse_der_Pandora