Napoleon (Abel Gance, 1925-27)


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(Im File ist auch das Handout zu Napoleon!)


1927 schuf Gance seinen bekanntesten Film: Napoléon, der als „Lexikon der Filmtechnik“ bezeichnet wurde, vereinte er doch alle bisher bekannten Filmtechniken der auslaufenden Stummfilmzeit in einem Film. So wurden unter anderem Farbaufnahmen, 3D-Aufnahmen und die ersten Breitwand-Szenen gezeigt, gedreht mit drei Kameras. Diese wurden mit drei Projektoren auf eine riesige gebogene Leinwand projiziert und nahmen damit solche Filmformate wie Cinerama, Cinemiracle und Cinemascope vorweg. Für die endgültige Verleihfassung nahm Gance, mit Ausnahme der 3-Projektor-Szenen, alle Farb- und 3D-Szenen jedoch wieder aus dem Film heraus, da er fürchtete, das Publikum zu sehr zu verwirren. Dennoch erhielt der Film stehende Ovationen bei seiner Uraufführung in Paris. Anschließend wurde der Film allerdings nur in acht europäischen Städten gezeigt, da die Anforderungen an die Projektionstechnik nur von wenigen Filmtheatern erfüllt werden konnten. Für die USA erwarb MGM die Vertriebsrechte, entschied sich aber, den Film nicht mit drei Projektoren in Breitwand aufzuführen, mit der unverständlichen Behauptung, das würde die Einführung des Tonfilmes stören. Das Ergebnis war ein Misserfolg an den Kinokassen in den USA. (Quelle: Wikipedia)

01. Abel Gance (1889-1981) - Idee vom Cinemascope (3 Kameras über Prisma) (hat Kameras gebaut, die in einem Fußball Platz hatte)
02. N; Die Schneeballschlacht – Flug des Schneeballs
03. N; Verfolgungsjagd – Kamera auf Sattel eines Pferdes
08. N; Splitscreen – Cache gebaut, zurückgespult, anderer Teil drüber belichtet (bis 9)
13. N; Die Liebesnacht – Schleier vor der Kamera -> Nebeleffekt
17. Un grand amour de Beethoven (1936) Tonfilm, verzerrter Glockenklang, der wie elektronische Musik klingt (zu diesem Zeitpunkt gab es noch keine elektronische Musik)

Abel Gance hat die Weißblende erfunden -> düpnnes, weißes Material vor die Kamera
Kameramänner auf Schlitten
Auf Schlitten eine Guillotine mit Kamera drauf
Mehrfachbelichtungen (bis zu 16) direkt in der Kamera gemacht
Accelerando -> Schnitt wird immer schneller, bis man von den einzelnen Bildern nichts mehr sieht
Kamerafahrten noch ungewöhnlich:
- umgebaute Autos
- Seile von einem Baum zum anderen, über die eine Kamera gezogen werden kann -> „Kameraflug“ über ein Feld
Glas Shots in Deutschland erfunden, gab es schon früher
Massenaufnahmen -> Teleaufnahmen (für authentische Portraits)