15_La Passion de Jeanne d’Arc (Karl Theodor Dreyer, 1927)


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30.03.06:
15_La Passion de Jeanne d’Arc (Karl Theodor Dreyer, 1927)
Freier Umgang mit Kamera (Achsensprünge)
Im Film wurde zunächst alles gedreht: Totalen, Schuss-Gegenschuss, alles wurde Gebaut: Kulissen, ein ganzes Dorf. Doch im Schnitt wurde das alles wieder herausgeschnitten. Dreyer hat fast nur noch Closeups gelassen und und auf allgemeine Orientierung verzichtet. Keine echten Subjektiven
In Hollywood wurde fast nur noch in Studios gedreht. Nur nordische Regisseure drehten vermehrt draußen und in realen Räumen (in den 1920gern)
Jeanne d’Arc: Dreyer wollte komplett auf Maske verzichten, was ungewöhnlich war, da die Frauen zu dieser Zeit immer extrem auf Kontrast geschminkt wurden (knallrote Lippen und dunkel geschminkte Augen, um die Zeichnung im Gesicht nicht zu verlieren im hellen Licht).
Kamera: Dreyer baute Kameras auf spezielle Geräte, um sie auch auf den Kopf drehen zu können.
Starke, ungewöhnliche Bildkomposition: Leute extrem tief im Bild. Ziel: Form und Inhalt deckungsgleich zu bekommen -> Die Welt ist aus den Fugen geraten.
Die Eyeline springt von Schnitt zu Schnitt.
Verbrennung Jeannes: Durch Licht-Emulsion entstand (unbeabsichtigt?) ein Flare-Effekt.